Freundeskreis Tiermedizin
der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V.

News

Herzlich Willkommen

Wir begrüßen Sie ganz herzlich auf der Website des Freundeskreises Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V. Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen einen Überblick über unsere Aufgaben und Ziele geben. Darüber hinaus informieren wir Sie über unsere zahlreichen Aktivitäten zur Unterstützung der Veterinärmedizinischen Fakultät bei der Ausbildung von Studierenden, Fortbildung von Tierärzten und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.


Nachruf Dr. Werner Haupt

Am 29.03.2018 verstarb Dr. med. vet. Werner Haupt. Er war bis 1996 als Oberassistent am Institut für Parasitologie unserer Fakultät tätig und zählte bei vielen Parasitologen und praktizierenden Tierärzten zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Fakultät.

Der Lebensweg von Dr. Haupt war seit der Aufnahme des Studiums der Veterinärmedizin (1953-1958) in Leipzig eng mit unserer Fakultät verbunden. Nach Abschluss des Studiums begann er 1958 seine langjährige Berufstätigkeit als Pflichtassistent am Veterinär-Parasitologischen Institut in Leipzig, wo er auch ab 1959 als wissenschaftlicher Assistent des damaligen Direktors, Prof. Dr. E.-A. Nickel, eingestellt wurde. Im gleichen Jahr erhielt er die tierärztliche Approbation und wurde zum Dr. med. vet. promoviert. 1963 erfolgte die Ernennung zum wissenschaftlichen Oberassistenten.
Besonders in der Helminthologie hat er sein umfangreiches Wissen in Vorlesungen, parasitologisch-diagnostischen Übungen und Weiterbildungsveranstaltungen an Generationen von Veterinärmedizin- und Landwirtschaftsstudenten, an Doktoranden und Veterinär-Ingenieure, an Fachtierärzte, an Tierarzthelferinnen und Lehrlinge weitergegeben. Aber nicht nur durch seine Tätigkeit in der Lehre, sondern auch durch die Zusammenarbeit mit vielen Landwirtschaftsbetrieben sowie mit dem Leipziger Zoo, hat er sich seinen Ruf als Spezialist auf dem Gebiet der Parasitologie erarbeitet. Auch seine Erfahrungen als Imker, oft sah man ihn auf dem Gelände der Fakultät bei „seinen Bienen“, waren besonders bei Studenten in der Vorlesungsreihe über Bienenkunde und Bienenkrankheiten sehr geschätzt. Imker und Tierärzte zogen ihn bei Fachfragen zur Bienenkunde gern zu Rate.
Breit gefächert sind die in seiner „parasitologischen Laufbahn“ von ihm bearbeiteten Forschungsthemen. So gehörten Untersuchungen zur Dassellarvenbekämpfung bei Rindern, Knötchenwurm- und Läusebefall, Grabmilbenräude bei Schweinen, parasitäre Gastroenteritis bei Schafen, Varroatose der Bienen ebenso zu seinen Arbeitsgebieten wie die Parasitosen des Wildes.
Neben seiner hohen fachlichen Kompetenz wurde Dr. W. Haupt aber auch von vielen Hochschullehrern und Mitarbeitern der Veterinärmedizinischen Fakultät wegen seiner freundlichen und korrekten Wesensart geschätzt, nie hat er seine Integrität und lautere Gesinnung verloren, auch wenn sie ihm persönliche Nachteile einbrachte. So nahm er für seine kritische Stellungnahme zum Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages 1968 in die CSSR, eine zeitweilige Rückstufung seiner Oberassistentenstelle auf die eines wissenschaftlichen Mitarbeiters in Kauf.
Nicht nur dann, wenn es einen „Wurm“ zu bestimmen galt zog man den „Häuptling“ zu Rate, auch für private Probleme der Institutsangehörigen hatte er stets ein offenes Ohr und wurde oft um einen persönlichen Rat gebeten. Im Jahr 1990 wurde er zum Mitglied der Vertrauenskommission der Fakultät und 1991 zum nichtständigen Mitglied der Personalkommission II der Universität Leipzig gewählt.
Am 29.02.1996 ging Dr. Haupt in den wohlverdienten Ruhestand. Dr. Haupt hat sich in den 37 Jahren, in denen er am Institut für Parasitologie arbeitete, mit hoher persönlicher Einsatzbereitschaft und einer ihm eigenen bescheidenen und uneigennützigen Zurückhaltung um die Weiterentwicklung des Fachgebietes Parasitologie verdient gemacht.

Unser Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie und den zahlreichen Freunden.

Prof. A. Daugschies und Dr. R. Schmäschke

Die Beisetzung findet am 28.05.18 um 10.30 Uhr auf dem Südfriedhof statt.


Bergfestball-Club, Matrikel 2015, Sponsoring

Das Matrikel 2015 hat es fast geschafft. Die Spitze des Bergs ist in Sicht. Das Bergfest wird am 16. Juni 2018 mit dem Bergfestball gefeiert.

Wir, der Bergfestball-Club, Matrikel 2015, suchen für die Finanzierung unseres Bergfest und der Vortragsveranstaltungen „Samstagsakademie, Matrikel 2015“ Sponsoren.

Alle Sponsoren bekommen vom Freundeskreis Tiermedizin eine Bescheinigung über die finanzielle Unterstützung, die als „Betriebsausgaben“ vom Finanzamt anerkannt wird.

Das Bergfest wird im Juni jedes Jahres vom 3. Studienjahr gefeiert, da die Hälfte des Studiums geschafft worden ist. Die Spitze des Bergs ist erklommen.

Sponsoren haben die Möglichkeit, Werbung für ihr Produkt oder ihre Firma zu machen.

Ihre Zuwendung überweisen Sie bitte auf unser Spendenkonto. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und freuen uns über jeden Beitrag.

Kontakt
Bergfestball-Club, Matrikel 2015
matrikel15.bergfest@gmail.com


Reges Interesse am Leipziger Doktorandenforum

An der Universität Leipzig hat an der Veterinärmedizinischen Fakultät am 9. Februar 2018 bereits das 6. Leipziger Doktorandenforum stattgefunden. Teilgenommen haben rund 100 Doktoranden aus ganz Deutschland. Neben Promovenden veterinärmedizinischer Ausbildungsstätten reisten auch Mitarbeiter des Paul-Flechsig-Instituts Leipzig, des Friedrich-Löffler-Instituts Mariensee, des Max- Planck-Instituts (EVA) Leipzig, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig, des Sächsischen Inkubators für Klinische Translation Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, sowie von den Universitätskliniken Halle und Freiburg an. Entsprechend bunt war auch das Programm. Die Vorträge reichten von Mikrobiologie, Parasitologie, Virologie über Bewegungsanalysen und Druckbelastungsstudien bis hin zu Zellkulturen, GVOs (gentechnisch veränderten Organismen) und Stammzelltherapien. Die besten Beiträge wurden prämiert.


6. Leipziger Doktorandenforum am 09.02.2018

Bereits zum sechsten Mal veranstalten engagierte Doktoranden an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig ein Forum für interdisziplinären Fachaustausch und Networking. Studierende und Doktoranden unterschiedlicher Institute und Kliniken haben hier die Gelegenheit, ihren Forschungsschwerpunkt vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen. Der Freundeskreis unterstützt das Doktorandenforum auch in diesem Jahr.

Weitere Informationen oder Anmeldemodalitäten finden Sie unter https://doktorandenforumleipzig.wordpress.com/ oder per E-mail an doktorandenforum_leipzig@yahoo.de


TV Club Leipzig e.V. und der Freundeskreis Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V. unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Am 26. Januar 2018 unterzeichneten die Vereine TV Club Leipzig, „Gesellschaft zur Wahrung und Förderung studentischer Traditionen zu Leipzig e.V.“, der Studentenclub der Tierproduzenten und Veterinärmediziner, und der Freundeskreis Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig eine zeitlich unbefristete Kooperationsvereinbarung.

Vertreten durch Prof. Dr. Johannes Seeger, Geschäftsführer des Freundeskreises, und Herrn Clemens Netzer vereinbarten die beiden Vereine sich gegenseitig nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen. Dazu gehört die Förderung von Aktivitäten der Leipziger Studierenden beim Bergfest und das gemeinsame Auftreten in der Öffentlichkeit.

So kann der TV Club über den Freundeskreis die Präsenz an der Fakultät stärken, der Freundeskreis über den TV Club, die Mitgliederwerbung bei den Studierenden der Veterinärmedizinischen Fakultät aktivieren. Der TV Club Leipzig bedankt sich für die willkommene Kooperation und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Tiermedizin.


Exklusive Führung im Gondwanaland, Zoo Leipzig, mit Sektempfang

Prof. Jörg Junhold und der Vorstand des Freundeskreises Tiermedizin haben den Hochschulrat der Universität Leipzig, Rektorin, Kanzlerin und Geschäftsführer Leipziger Unternehmen zu einer exklusiven Führung im Gondwanaland des Leipziger Zoos eingeladen am 20.01.2018. Prof. Junhold ist Mitglied im Verwaltungsrat des Freundeskreises. 2016 haben der Förderverein des Leipziger Zoos und der Freundeskreis Tiermedizin eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Mit Geschäftsführern privater und kommunaler Unternehmen wurden erste Gespräche über das Sponsoring zugunsten unseres Freundeskreises und der Fakultät geführt.


Prof. Dr. med. vet. habil. Horst Meyer am 26.12.2017 verstorben

Am 26. Dezember 2017 ist Herr Prof. Dr. Horst Meyer verstorben.

Prof. Meyer war Leiter des Instituts für bakterielle Tierseuchenforschung, das später Teil des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) war. Heute ist das Institut in Jena Teil des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Prof. Meyer war im Jahr 2005 die Ehrendoktorwürde der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig verliehen worden.


Freundeskreis wirbt Großspende ein

Publikationspreis der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig

Eine Großspende in Höhe von 100.000 Euro ermöglicht dem Freundeskreis die Vergabe einer neuen Auszeichnung für die beste Publikationsleistung aus dem wissenschaftlichen Nachwuchsbereich der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig. Der jährlich zu vergebende Preis soll helfen, das Programm zur/die Förderung des promovierten wissenschaftlichen Nachwuchses unserer Fakultät zu intensivieren und noch nachhaltiger zu gestalten. „Wir sind dem Spender unendlich dankbar und dürfen die Gesamtentwicklung unseres Freundeskreises nun umso positiver sehen. Schön ist dabei auch, dass wir auf diese Weise unseren langjährigen verdienten Geschäftsführer und Ehrenpräsidenten, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Schleiter, ehren können. Wir hoffen sehr, dass diese beachtliche Spende Vorbild für andere potentielle Groß-Sponsoren zum Wohle des wissenschaftlichen tierärztlichen Nachwuchses in Leipzig sein wird. Wir werden unseren neuen „Hans-Schleiter-Preis“ voraussichtlich bereits 2018 das erste Mal vergeben können“ so unser Präsident, Prof. Lücker.

Mit den bereits bestehenden Auszeichnungen (Bergfestpreis, Beste drei Staatsexamen, Wilhelm-Ellenberger-, Fritz-Rupert-Ungemach- und Heinz-Georg-Klös-Preis) begleitet der Freundeskreis den wissenschaftlichen Nachwuchs der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig durch Studium und Promotionszeit. Insbesondere der Wilhelm-Ellenberger-Preis für die beste Dissertationsleistung ist heute, nach 20 Jahren, eine feste und viel beachtete Tradition sowie auch ein wichtiger Karrierefaktor für die ausgezeichneten Doktorandinnen und Doktoranden. Übrigens legte damals den Grundstein für diese Auszeichnung Prof. Hans Schleiter, der Dr. Gert Ellenberger, den Großneffen von Prof. Ellenberger, maßgeblich zu dieser Großspende bewegen konnte - für Vorstand und Verwaltungsrat ein wesentlicher Anlass für die Benennung dieses Preises.

Mit dem neuen Publikationspreis vermag der Freundeskreis nun auch den an die Promotion anschließenden Zeitraum, den post-doc-Bereich, noch intensiver zu fördern. Die Veterinärmedizinische Fakultät in Leipzig hatte bereits, mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises, eine Initiative zur Anschubfinanzierung von wissenschaftlichen Nachwuchsprojekten gestartet. Der Anschubfinanzierung wird eine beachtliche Bedeutung für den wissenschaftlichen Nachwuchs und die weitere Entwicklung der Fakultät zugemessen, und der Freundeskreis hofft, dass sie auch Unterstützung durch unsere Sponsoren finden wird.

Der „Hans-Schleiter-Preis“ für die beste Publikationsleistung aus dem wissenschaftlichen Nachwuchsbereich (Postdoktorand/in) an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig soll anlässlich der Akademischen Festveranstaltung mit Feierlicher Promotion im Winter eines jeden Jahres vergeben werden – der Wilhelm-Ellenberger-Preis wird in der entsprechenden Sommerveranstaltung der Fakultät verliehen.

Für die Vergabe dieser Auszeichnung muss der Status eines/einer promovierte/n Nachwuchswissenschaftlers/in der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig gegeben und die betreffende Veröffentlichung in einer international anerkannten Fachzeitschrift mit Gutachtersystem (Kernveröffentlichung) mit Erst- oder Senior-Autorenschaft erfolgt sein. Für die auszuzeichnende Veröffentlichung muss insbesondere ein hoher Grad an Innovation und Exzellenz sowie an Interdisziplinarität und Verbund zwischen verschiedenen Einrichtungen der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig nachgewiesen werden. Insgesamt soll auch eine herausragende Bedeutung für die Veterinärmedizinische Fakultät Leipzig erkennbar sein. Die Auswahl des Preisträgers/der Preisträgerin erfolgt durch den Vorstand des Freundeskreises, gegebenenfalls nach Anhörung des Vorsitzenden der Forschungskommission.

Die explizit für diesen Preis zweckgebundene, Ende letzten Jahres von unserem Präsidenten eingeworbene Großspende von 100.000 Euro wurde dazu bereits von unserem Schatzmeister in einem Extra Depot günstig angelegt. Der Hans-Schleiter-Publikationspreis der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig ist – vorerst – mit 2.000 € (wie der Wilhelm- Ellenberger-Preis) dotiert und kann voraussichtlich bereits 2018 erstmals vergeben werden. Vorschläge für die Vergabe des Förderpreises sind von den Hochschullehrern/Hochschullehrerinnen der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig an den Geschäftsführer des Freundeskreises bis zum 1. Oktober für den Zeitraum des vorausgegangenen Studienjahres (1. April des vorausgegangenen Jahres bis zum 30.September des aktuellen Jahres) zu richten. Die Satzung für den Hans-Schleiter- Publikationspreis der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig ist auf der Homepage des Freundeskreises eingestellt.

Leipzig, 11.01.2018

Vorstand des Freundeskreises Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V.


Werden Sie Mitglied im Freundeskreis Tiermedizin Leipzig e.V.

Helfen Sie dem Freundeskreis, durch Ihre Mitgliedschaft und Ihre finanzielle Unterstützung, seine Aufgaben zu erfüllen, die darin bestehen, der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig ideell und materiell zur Seite zu stehen.

Der Freundeskreis ist ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein.

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Heinz-Georg-Klös-Preis 2018 an Dr. Carolin Horstmeier verliehen

Laudatio zum Preis von Ernst Lücker und Walter Brehm

Anlässlich des Leipziger Tierärztekongresses verleiht der Freundeskreis Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V. (Freundeskreis) alle zwei Jahre für die beste Dissertation aus dem klinischen Bereich der dem Kongress vorausgehenden zwei Jahre einen Förderpreis. Die Stiftung erfolgt durch Frau Ursula Klös und dient dem Andenken an Ihren Gatten Prof. Dr. med. vet. Dr. h. c. Dr. h. c. Heinz-Georg Klös. Prof. Klös war Direktor des Zoologischen Gartens Berlin von 1956 bis 1991, erster Präsident unseres Freundeskreises (1990- 2000) und danach unser Ehrenpräsident bis zu seinem Tode im Jahr 2014.

Der Klös-Preis, der den 2014 letztmals vergebenen TVD-Preis fortsetzt, wird erstmals 2018 vergeben und ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert. Die Preisträgerin ist Frau Dr. Carolin Horstmeier mit ihrer Dissertation „Untersuchungen zur Biodistribution multipotenter mesenchymaler Stromazellen nach intraläsionaler Applikation in induzierte Defekte equiner Oberflächlicher Beugesehnen“ (Chirurgische Tierklinik, jetzt Klinik für Pferde, Betreuer: Prof. Walter Brehm).

Die Therapie von Sehnenerkrankungen beim Pferd mit Mesenchymalen Stromazellen (MSC) ist eine neue und vielversprechende Therapieform für ein schwieriges klinisches Problem: Anstelle einer Regeneration des erkrankten Sehnengewebes entwickelt sich im Rahmen der natürlichen Heilung funktionell minderwertiges Narbengewebe. Durch die Transplantation autologer oder allogener MSC in Sehnendefekte konnte eine deutliche Verbesserung der Parameter der Sehnenheilung erreicht werden. Es ist jedoch nach wie vor unbekannt, wie die implantierten MSC sich verhalten, und welches der entscheidende Wirkmechanismus der MSC Therapie ist. Die von Frau Dr. Horstmeier vorgelegte in vivo-Studie geht der Frage der Biodistribution nach und ist an der Schnittstelle zwischen Zellbiologie und Klinik angesiedelt. Sie markiert damit einen essentiellen Schritt für die Weiterentwicklung der neuen Therapieform und basiert auf umfangreichen in der Arbeitsgruppe durchgeführten Vorarbeiten. Eine besondere Schwierigkeit liegt darin, Zellen im lebenden Organismus ohne Zerstörung des Gewebes nachzuweisen. Hier wurde mit einer besonderen Magnetresonanztomographischen Technik ein innovatives Verfahren angewandt, das mittlerweile auch von weiteren internationalen Forschungsgruppen nachvollzogen wird.
Aufgrund der Vielfalt und Komplexität der anzuwendenden Methoden in vivo und in vitro stellte die Studie ein höchst anspruchsvolles klinisches Dissertationsthema mit Grundlagenorientierung dar. Frau Dr. Horstmeier hat die ihr gestellt Aufgabe mit Bravour gemeistert und schließlich eine exzellente Dissertation an der Schnittstelle zwischen zellbiologischer Grundlagenwissenschaft, klinischer Grundlagenforschung und klinischer Therapie vorgelegt, die mit zwei Gutachten „Summa cum laude“ und einer hervorragenden Verteidigungsleistung zur besonderen Auszeichnung durch die Fakultät vorgeschlagen wurde.

Frau Dr. Horstmeier ist eine hochmotivierte und fähige junge Tierärztin, die sich schon zu Studienzeiten und während ihrer Arbeit als studentische Mitarbeiterin in der Chirurgischen Tierklinik stark für die Forschungsprojekte zum Einsatz mesenchymaler Vorläuferzellen in der Orthopädie interessiert hat. Sie hat sich schon frühzeitig und mit großer Eigeninitiative in diese Projekte eingebracht. So konnte sie sich bereits im Vorfeld ihrer Dissertation in verschiedene Labormethoden und die bildgebende Diagnostik beim Pferd einarbeiten und dabei erste wissenschaftliche Erfahrungen sammeln. Dabei zeigte Frau Horstmeier nicht nur großen Fleiß, sondern auch eine sehr schnelle Auffassungsgabe und eine zielorientierte, teamfähige Arbeitsweise. Ihre fundierten Kenntnisse der Tiermedizin sind darüber hinaus durch ihren hervorragenden Studienabschluss dokumentiert. Aufgrund ihrer exzellenten Fähigkeiten und ihres anspruchsvollen, hochaktuellen klinischen Dissertationsthemas ist Frau Dr. Horstmeier eine würdige Preisträgerin des ersten Heinz-Georg-Klös- Preises.

Der Freundeskreis ist hocherfreut und ausgesprochen dankbar, dass Frau Klös es ermöglicht, junge Nachwuchswissenschaftler/innen der Veterinärmedizinischen Fakultät mit dieser Auszeichnung weiterhin nachhaltig zu fördern und gleichzeitig seinen ersten Präsidenten und Ehrenpräsidenten, Prof. Klös, zu ehren.


Weihnachten 2017

Liebe Mitglieder und Freunde der Fakultät,

zum Jahresende blicken wir mit Stolz auf ein gutes und sehr erfolgreiches Jahr zurück. Zahlreiche Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben unseren Verein weiter wachsen lassen und Früchte getragen zum Wohle unserer Fakultät: Unterstützung der Fakultätsbibliothek, der IT- Einrichtungen, der Studierenden (Erstsemesterfahrt, Bergfest, Bergfestpreis, 3 Preise für das beste Staatsexamen, 4 Deutschlandstipendien direkt vom FRK finanziert) und 8.000 € für die Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses sind konstante Leistungen unseres Freundeskreises.

Wichtige Highlights des Jahres sind die wachsende Zahl der Deutschlandstipendien – aktuell 10 - der mit Unterstützung von IDT und Vetion etablierte Newsletter und insbesondere die Spendeneinwerbung von über 100.000 Euro. 2018 soll der "Hans-Schleiter-Preis" erstmalig mit einem Preisgeld von 2.000 € vergeben werden.

Wir danken von ganzem Herzen allen Mitgliedern und Sponsoren, die unsere Leipziger Veterinärmedizinische Fakultät finanziell, ideell und durch ihr persönliches Engagement unterstützt haben.

Wir wünschen Ihnen geruhsame, besinnliche und frohe Weihnachten und für 2018 ganz viel Glück, Gesundheit, Erfolg und Gelassenheit.

Prof. E. Lücker, Präsident
Prof. A. Daugschies, Vizepräsident
Prof. J. Seeger, Geschäftsführer
Dietrich Bren, Schatzmeister
Prof. W. Brehm, Dekan


Fritz-Rupert-Ungemach-Preis an Dr. med. vet. Ahmed Thabet, Institut für Parasitologie verliehen

Laudatio zum Preis von Prof.Dr. Arwid Daugschies

Die Preisverleihung inkl. Laudatio findet im Rahmen des Leipziger Tierärztekongresses im Januar 2018 statt.

Der Freundeskreis Tiermedizin e.V. verleiht für die beste Dissertation aus den Bereichen Infektionsmedizin, Veterinary Public Health, Veterinärmedizinische Grundlagenwissenschaften sowie Pathologie und Anatomie an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig des Jahres 2017 den Fritz- Rupert-Ungemach-Preis an Dr. med. vet. Ahmed Thabet, Institut für Parasitologie für seine Dissertation mit dem Titel: „Phenotypic and Proteomic Characterisation of Resistance to Anticoccidials in Eimeria tenella and Toxoplasma gondii“.

Resistenz von Kokzidien gegen Antikokzidia ist ein seit langem bestehendes Problem in der Geflügelhaltung, das bis heute nicht befriedigend gelöst ist. Eimeria tenella ist der mit Abstand am besten untersuchte Vertreter der Geflügelkokzidien und hat nach wie vor eine hohe veterinärmedizinische Relevanz, und so hat es auch bereits früher Studien zur Resistenz gegeben. Die biologischen Grundlagen dieses weit verbreiteten Phänomens sind aber dennoch bis dato nur ungenügend verstanden. Die Studien von Dr. Thabet kombinieren Fragestellungen, die sich aus der veterinärmedizinischen Anwendung mit Blick auf die Geflügelkokzidiose ergeben, mit Vorgehensweisen, die aus der Grundlagenforschung kommen. So beinhalten seine Untersuchungen zellbiologische Verfahren sowie moderne Verfahren aus der Proteom- und Genomforschung, ebenso wie klassische klinische Modelle. Ahmed Thabet hat unter anderem Zellkulturverfahren im Sinne des 3R- Prinzips optimiert und angewendet, um seine Fragestellungen gezielter untersuchen zu können. Er verwendete zusätzlich T. gondii, einen mit E. tenella verwandten Modellorganismus, der den Vorteil hat, dass im Gegensatz zu E. tenella eine kontinuierliche Kultivierung im Labor möglich ist und damit in einem reduktionistischen System gearbeitet werden kann. Dies erleichtert die Suche nach Änderungen in der Proteinexpression und zellbiologischen Prozessen, die Grundlage der Resistenz sein können und Rückschlüsse auf andere Kokzidien erlauben. Proteom-assoziierte Änderungen in Monensin-resistenten Stämmen, die einen neuen Zugang zur Problematik ermöglichen, konnte Dr. Thabet darstellen.

Während seines vom DAAD über 3 Jahre von 2014 bis 2017 geförderten Forschungsaufenthaltes als Doktorand am Institut für Parasitologie erarbeitete Ahmed Thabet experimentelle Daten, die in 6 Publikationen in internationalen Journalen mit Gutachtersystem erschienen sind. Diese beeindruckende Produktivität und Effizienz ist ohne eine klare Zielsetzung, konsequentes Arbeiten, einem tiefen Verständnis der Materie und nicht zuletzt einer hohen sozialen Kompetenz in der Arbeitsgruppe nicht möglich. Die Selbständigkeit und der Fleiß, in der Dr. Thabet seinen Weg in die Wissenschaft ging und sich eine besondere Kompetenz erarbeitete, sind herausragend.

Die Ermutigung durch Anerkennung besonderer Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern ist ein wichtiges Element der Tätigkeit des „Freundeskreis Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V.“. Ich freue mich sehr, dass der ehrenvolle Fritz Rupert Ungemach- Preis für das Jahr 2017 in diesem Sinne an einen aufstrebenden Nachwuchswissenschaftler vergeben wird, der nachweislich hervorragende wissenschaftliche Arbeit geleistet hat und der nach erfolgter Rückkehr in seine Heimat Gaza/Palästina jede Ermutigung brauchen kann, seinen vielversprechend begonnenen Weg in die Wissenschaft fortzuführen.


Anja Reinert - Förderung aus „Flexiblen Fonds“ der Universität Leipzig

Frau Dr. rer. nat. Anja Reinert, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin des Elektronenmikroskopischen Labors des Veterinär-Anatomischen Instituts, hat eine Projektförderung aus dem „Flexiblen Fonds der Universität Leipzig“ erhalten. Frau Dr. Reinert wird in ihrem Projekt die Mechanismen der Eisen-Homöostase in Oligodendrozyten, den Myelin-produzierenden Gliazellen im zentralen Nervensystem, untersuchen.

Mittel aus dem Flexiblen Fonds können von PostdoktorandInnen und JuniorprofessorInnen der Universität Leipzig beantragt werden, die zeitnah einen eigenen Drittmittelantrag bei der DFG, EU, Bund- und Landesministerien einreichen möchten. Die Zuschüsse werden für Arbeiten gewährt, die für die Antragstellung notwendig sind, z. B. Experimente, Publikationen, Reisekosten, Verbrauchsmittel, Hilfskräfte und Coaching. Der Antrag auf Bewilligung von Mitteln aus dem Flexiblen Fonds wird im Dezernat für Forschungs- und Transferservice der Universität Leipzig eingereicht, das über die Bewilligung der Zuschüsse entscheidet. Richtlinie und ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage der Universität Leipzig.


3. Fachforum für Tierhaltung und Tiergesundheit - Geht Tierwohl auch durch die Mägen?

In der öffentlichen Debatte werden Tierschutzfragen weitge-hend auf Aspekte der Haltungsbedingungen reduziert. Der Fütterung wird bislang diesbezüglich keine große Relevanz beigemessen. Das Tierschutzgesetz verlangt von Landwirten „nur“ die bedarfsgerechte Fütterung der Tiere. Zwischen der Tiergesundheit und der Tierernährung besteht ein enger, wech- selseitiger Zusammenhang. Die Fütterung muss der Tierart gerecht werden, dem Nährstoffbedarf der einzelnen Tiere Rechnung tragen, aber auch die Ausübung arteigener Verhal-tensweisen befördern. Gleichzeitig darf sie die körperlichen Funktionen und damit die Tiergesundheit nicht negativ beein-trächtigen. Aus dieser Sichtweise ist das thematische Profil der diesjährigen gemeinsamen Veranstaltung des LfULG und der VMF der Universität Leipzig entstanden.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung


Freundeskreis Tiermedizin finanziert 4. Deutschlandstipendium

Die Veterinärmedizinische Fakultät Leipzig hat im Studienjahr 2017/18 zehn Deutschlandstipendiaten gefördert. Vier davon finanzierte der Freundeskreis Tiermedizin.

Während Maria Landmann, Luise Hohensee und Rosa Hofmann bereits im vergangenen Jahr gefördert wurden, startet das Deutschlandstipendium von Aline Keilhaue zum WS 2017/18.

Das Prinzip der Deutschlandstipendien basiert auf einer hälftigen Finanzierung durch private Unternehmen und Verbände und dem Bund. Beide steuern jeweils 150 Euro pro Monat bei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Universität Leipzig.


Hanna Hesselbach erhält Stipendium der Heinrich-Stockmeyer-Stiftung

Seit September 2017 unterstützt die Heinrich- Stockmeyer-Stiftung Frau Hanna Hesselbach als neue Stipendiatin, die sich mit ihrer Forschungsarbeit der Bienengesundheit widmen wird.

In Kooperation des Veterinär-Anatomischen Instituts der Universität Leipzig mit dem Biologischen Institut der Universität Würzburg wird sich Frau Hesselbach in ihrem Promotionsprojekt mit den "Auswirkungen des Insektizids Flupyradifurone auf die Honigbiene" beschäftigen.


Prof. Dr. med. vet. habil. Günther Michel am 19.03.2017 verstorben

Am 19. März 2017 ist Herr Prof. Dr. Günther Michel verstorben.
Proffessor Michel wurde am 22. August 1928 in Triebes, Thüringer Vogtland, geboren. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft legte er 1947 die Reifeprüfung ab und absolvierte anschließend eine Ausbildung in der Landwirtschaft.

Von 1948 bis 1953 studierte Günther Michel in Leipzig Veterinärmedizin. Nach dem Studium trat er in das Veterinär-Anatomische Institut der Leipziger Fakultät ein. 1954 promovierte Michel zum Dr. med. vet. Nach der Habilitation im Jahre 1962 wurde er zum Dozenten ernannt, bevor er 1969 zum ordentlichen Professor für Histologie und Embryologie berufen wurde. Bis zur Wiederherstellung der Eigenständigkeit der Veterinärmedizinischen Fakultät am 1. Juli 1990 war Michel Leiter des Wissenschaftsbereiches Anatomie, Histologie und Embryologie. Nach der Wiederbegründung der Veterinärmedizinischen Fakultät wurde er zum Direktor des Veterinär-Anatomischen Instituts ernannt.

Außerdem war er Prodekan für Studienangelegenheiten, wo er sich mit ganzer Kraft für die Neuorganisation des Studiums einsetzte und große Verdienste bei der Erneuerung der Fakultät erwarb. Prof. Michel wurde nach 40-jähriger Tätigkeit am Leipziger Veterinär-Anatomischen Institut 1993 emeritiert. Er hat Generationen von Leipziger Absolventen die Histologie und Embryologie für den tierärztlichen Beruf vermittelt.

1995 bis 2006 war er Mitglied der Delegiertenversammlung der Sächsischen Landestierärztekammer. Der Fakultät und dem Veterinär-Anatomischen Institut blieb Günther Michel auch in den letzten 20 Jahren sehr eng verbunden und war beinahe jede Woche einmal im Institut. So hat er noch nach seiner Emeritierung Vorlesungen zur Geschichte der Veterinärmedizin im ersten Studienjahr gehalten. Ein Beleg für sein Interesse an der Historie der Tiermedizin ist auch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement beim Ausbau der Musealen Sammlung der Fakultät im Lehr- und Versuchsgut Oberholz. Günther Michel war der väterliche Betreuer für die Studierenden der Otto Benecke Stiftung e.V. an unserer Fakultät. Diese Tierärzte kamen als Spätaussiedler aus Russland nach Deutschland. Sie wurden in den Kliniken und der Lebensmittelhygiene nach TAppO ausgebildet.

Kollege Michel war ca. 20 Jahre Mitglied im Verwaltungsrat des Freundeskreises Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V. und wurde 2010 zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Mitarbeiter des Veterinär-Anatomischen Instituts und die Leipziger Fakultät trauern um Prof. Günther Michel, einen warmherzigen, allseits geschätzten Kollegen, der sich mit großem Engagement und ganzer Kraft für die Veterinäranatomie und die Fakultät eingesetzt hat. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern, den Enkeln und Urenkeln.

Johannes Seeger
Christoph Mülling